
Eine Idee und ihre Geschichte
Die Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik (kurz und bündig: SCB) ist heute das älteste, vermutlich das umfassendste und wohl das bekannteste Ausbildungs- und Forschungsinstitut für Alte Musik. Zahlreiche jüngere Hochschulen haben sich beim Aufbau entsprechend spezialisierter Abteilungen in den letzten Jahren an ihrem Vorbild orientiert. Dabei wurde die SCB 1933 als eine Art „Anti-Hochschule“ ins Leben gerufen. Ihre Gründer, allen voran der Basler Dirigent und Mäzen Paul Sacher (1906-1999), waren daran interessiert, der von ihnen empfundenen „Krise des romantischen Musikideals“ mit der Verbindung von Lehre - Forschung - Konzertpraxis unter einem Dach etwas völlig Neues entgegenzusetzen.
Eine Idee und viele Geschichten
Ein Lehr- und Forschungsinstitut mit einem international zusammengesetzten Kollegium von renommierten SpezialistInnen, das eine eigene Konzert- und CD-Reihe unterhält, das neben professionellen MusikerInnen in einer Allgemeinen Schule erwachsenen Laien und Kindern Unterricht auf alten Instrumenten, vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert erteilt, dessen Forschungsabteilung praktische Editionen und wissenschaftliche Publikationen herausgibt… all dies hat die SCB international berühmt gemacht. Die Studierenden kommen aus der ganzen Welt, mit je eigenen Interessen und Begabungen, und nicht wenige tragen ihre Fertigkeiten zurück in die Welt: Sie werden zu tonangebenden AkteurInnen der immer weiter wachsenden internationalen Alte Musik-Szene, die von der SCB als ein wesentlicher Teil des zeitgenössischen Musikschaffens verstanden wird.
