Musik-Akademie Basel

Geschichte

Chronik

1867

1867

1867


1867

Gründung der Allgemeinen Musikschule Basel auf Initiative von Johann Jakob Schäublin und der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG).

Auszug aus dem Protokoll der Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen vom 8. Februar 1867.

1868

1868

1868


1868

Selmar Bagge wird zum ersten Direktor der Allgemeinen Musikschule berufen.

Selmar Bagge

1896

1896

1896


1896

Hans Huber übernimmt die Direktion der Allgemeinen Musikschule Basel.

Der Komponist und Pianist Hans Huber (1852–1921).

1903

1903

1903


1903

Bezug des Neubaus an der Leonhardsstrasse 6 mit Hauptgebäude und Grossem Saal.

Hof der Musik-Akademie: Hauptgebäude und Grosser Saal.

1905

1905

1905


1905

Ära Hans Huber. Das Konservatorium (heute: Hochschule für Musik Basel) wird als erste Berufsschule für Musik der deutschsprachigen Schweiz gegründet.

Hans Huber: Präludien und Fugen in allen Tonarten für Pianoforte zu vier Händen (ca. 1897). Geschenk des Komponisten.

1910

1910

1910


1910

Meisterkurs mit Ferruccio Busoni. Beginn der Meisterkurse am Konservatorium mit international hoch geachteten Interpreten.

Ferruccio Busoni (Foto M. Schwarzkopf, Zürich)

1918

1918

1918


1918

Rücktritt Hans Hubers, Hermann Suter wird Direktor von Musikschule und Konservatorium.

Hermann Suter (Zeichnung von Rudolf Löw)

1919

1919

1919


1919

Meisterkurs mit der Cembalistin Wanda Landowska. Entdeckungen im Gebiete der Alten Musik.

Teilnehmer/innen des Meisterkurses der Cembalistin Wanda Landowska über «Die Ästhetik und Kultur des Klavierspiels im 18. Jahrhundert» 1919 am Konservatorium Basel.

1919

1919

1919


1919

Erster Subventionsvertrag durch den Kanton Basel-Stadt.

Rathaus Basel ca. 1920

1927

1927

1927


1927

Der Dirigent Felix Weingartner wird Direktor und führt das Musikleben der Stadt zu neuen Höhen. Beginn der Dirigierkurse von Felix Weingartner.

Teilnehmer des Dirigierkurses von Felix Weingartner (1. Reihe, Mitte) Ende der Zwanziger Jahre.

1931

1931

1931


1931

Gründung der Schweizerischen Orchesterschule am Konservatorium Basel (später Orchesterschule der Musik-Akademie Basel).

Das Konservatoriums-Orchester unter Leitung von Erich Schmid bei einer Probe (Foto Peter Heman, Basel)

1933

1933

1933


1933

Paul Sacher, Leiter des von ihm 1926 gegründeten Basler Kammerorchesters, gründet die Schola Cantorum Basiliensis als privates Lehr- und Forschungsinstitut für Alte Musik.

August Wenzinger und Paul Sacher im Seidenhof am Blumenrain, der die Schola Cantorum Basiliensis ab 1935 beherbergte.

1935

1935

1935


1935

Hans Münch, Dirigent der Basler Orchester-Gesellschaft, wird Direktor in schwieriger Zeit: Wirtschaftskrise, abnehmende Studierenden-Zahlen, Isolation während des Zweiten Weltkriegs, finanzielle und sozialpolitische Probleme und institutionelle Fragen.

Hans Münch (Foto Jacques Weiss, Basel)

1939

1939

1939


1939

Die Schola Cantorum Basiliensis verstärkt ihre Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel. Erste gemeinsame Lehrveranstaltungen der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Konservatorium. Konzerte der Konzertgruppe der Schola Cantorum Basiliensis im In- und Ausland.

Titelblatt des ersten Programmhefts der Schola Cantorum Basiliensis, Sommer 1934.

1947

1947

1947


1947

Walter Müller von Kulm wird Direktor. Aufbruch nach dem Kriege und Konstituierung der Musikschule und Konservatorium Basel als Stiftung.

Walter Müller von Kulm (Foto Hans Bertolf, Basel)

1950

1950

1950


1950

Gründung der Tonmeisterschule am Konservatorium, verbunden mit Unterricht in Elektroakustik. Aus diesen Anfängen entstand in den siebziger Jahren das Elektronische Studio Basel.

Max Adam beim Unterricht im Akustikraum

1954

1954

1954


1954

Zusammenschluss der Allgemeinen Musikschule, des Konservatoriums und der Schola Cantorum Basiliensis auf dem heutigen Campus; Konstituierung als Musik-Akademie der Stadt Basel. Doppeldirektion von Walter Müller von Kulm und Paul Sacher.

Erwerb der umliegenden Liegenschaften und Neubau des Seitenflügels sowie der Bibliothek, Gründung des Instrumentenmuseums.

Hof der Musik-Akademie und das heutige Domizil der Schola Cantorum Basiliensis an der Leonhardsstrasse.

1960

1960

1960


1960

Beginn der Meisterkurse in Komposition und später in Dirigieren von Pierre Boulez.
Basel wird zum Zentrum für Neue Musik und zieht viele zeitgenössische Komponisten und Interpreten an.

Pierre Boulez (Foto Susanna Schapowalow)

1964

1964

1964


1964

Paul Sacher wird alleiniger Direktor der Musik-Akademie Basel. Ernennung von drei Abteilungsleitern: Joseph Bopp (Musikschule und Orchesterschule), Klaus Linder (Konservatorium), Walter Nef (Schola Cantorum Basiliensis).

Paul Sacher (Foto Rolf Tietgens)

1969

1969

1969


1969

Rücktritt Paul Sachers von der Direktion unter Protest gegen die Kultur- und Bildungspolitik der Regierung des Kantons Basel-Stadt. Sachers Nachfolger in der Direktion wird der bisherige Leiter des Konservatoriums Klaus Linder.

Errichtung der Maja Sacher-Stiftung zur Förderung der Aktivitäten der Musik-Akademie Basel.

Schönenberg 1966. Von links: Walter Nef, Joseph Bopp, Maja Sacher, Vera Oeri, Paul Sacher, Klaus Linder.

1974

1974

1974


1974

Die Siebziger Jahre: Friedhelm Döhl, Komponist und Musikpädagoge aus Göttingen, wird 1974 Direktor der Musik-Akademie. Der Musikwissenschaftler Wulf Arlt leitet seit 1970 die Schola Cantorum Basiliensis, und 1979 wird der Flötist und Musikpädagoge Gerhard Hildenbrand Leiter des Konservatoriums. Internationale Ausrichtung der Musik-Akademie mit ihren Schwerpunkten Neue und Alte Musik; Avantgarde-Szene; Musik-Aktionen, Interpretations- und Kompositionskurse. Gründung des Elektronischen Studios, des Studios für Aussereuropäische Musik und des Studienschwerpunkts Musik und Theater. Die Schola Cantorum Basiliensis verstärkt den Forschungsbezug der Lehre und gewinnt hochstehende Interpreten und Musikwissenschaftler als Lehrpersonen.

Friedhelm Döhl und Mstislaw Rostropowitsch beim Meisterkurs 1977 (Foto Susann Moser-Ehinger)

1980

1980

1980


1980

Gründung der Musikschule Riehen (Kanton Basel-Stadt). Die Musikschule Riehen nimmt im April 1980 im Auftrag der Gemeinde Riehen als Musikschulfiliale der Musik-Akademie ihren Betrieb auf.

Musikschule Riehen (Foto Susanna Drescher, Basel)

1982

1982

1982


1982

Räumliche Erweiterung durch Erwerb und Nutzung umliegender Liegenschaften; beträchtliche räumliche Erweiterung zu Gunsten der Musikschule. Gründung der Filiale Kleinbasel am Theodorskirchplatz.

Gründung des Fördervereins der Musik-Akademie Basel mit bald 900 Mitgliedern.

Haus Kleinbasel an der Rebgasse. (Foto Susanna Drescher, Basel)

1983

1983

1983


1983

Der Basler Komponist und Musikpädagoge Rudolf Kelterborn wird 1983 Direktor der Musik-Akademie der Stadt Basel.

Rudolf Kelterborn (Foto Nora Farronato)

1985

1985

1985


1985

Einrichtung der Musikalischen Grundkurse auf gesetzlicher Grundlage: Die Musikalischen Grundkurse werden im Schulgesetz verankert.

Kinder in den Musikalischen Grundkursen (Foto MGK)

1999

1999

1999


1999

Statuierung der Berufsabteilungen der MAB als Fachhochschulen durch den Kanton Basel-Stadt. Das Konservatorium wird zur Hochschule für Musik Basel, die Schola Cantorum Basiliensis erhält den Zusatz Hochschule für Alte Musik. Übernahme der Berufsabteilung der Jazzschule Basel in die Hochschule für Musik.

Räumliche Erweiterung auf dem Campus durch Auslagerung des Instrumentenmuseums und Neunutzung des Rudolf Moser-Hauses am Steinengraben.

Rudolf Moser-Haus (Foto HSM)

2003

2003

2003


2003

Vereinbarung mit der Universität Basel über Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Projekten. Bestrebungen der Musik-Akademie, mit innovativen Konzepten und finanziellen Mitteln einen exzellenten Standort Musikwissenschaft in Basel als Kooperationspartner zu erhalten.

Kollegienhaus der Universität Basel.

2008

2008

2008


2008

Aufnahme der Musikhochschulen der MAB in die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW durch Kooperationsvertrag mit der Musik Akademie Basel. Die Musikhochschulen werden entsprechend der Bundesgesetzgebung finanzrechtlich und arbeitsrechtlich in die FHNW integriert, bleiben zugleich weiterhin Teil der Stiftung Musik Akademie Basel, welche die letztendliche Verantwortung für Lehre, Forschung und deren Inhalte und Fachrepräsentanten tragen.

2009

2009

2009


2009

Eröffnung der Vera Oeri-Bibliothek als grösste Musikbibliothek der Schweiz.

Vera Oeri-Bibliothek, Innenansicht (Foto Ruedi Walti)

2010

2010

2010


2010

Projektplan Campus Jazz. Dank privater Unterstützung entsteht an der Utengasse in Basel eine komplette Infrastruktur als Domizil der Jazzschule Basel und der Abteilung Jazz der Hochschule für Musik Basel.

2013

2013

2013


2013

Der Grosse Rat stimmt der Revision des Schulgesetztes zu.
Ab Schuljahr 2015/16 wechselt die Anstellung der Musiklehrpersonen der Musikalischen Grundkurse von der Musik-Akademie Basel zum Kanton und zu den Gemeinden.

Foto: Juri Weiss/basel.ch

2014

2014

2014


2014

Im Spätsommer 2014 wird der Jazzcampus eröffnet. Eine Feier mit Vertretern/-innen des Kantons Basel-Stadt, der Musik-Akademie Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz macht den Auftakt zu einem Open House-Wochenende mit zahlreichen Konzerten in den neu fertiggestellten Räumlichkeiten an der Utengasse.