Musik-Akademie Basel

Medien

Kommunikation mit der Öffentlichkeit

Die Musik-Akademie ist eine bedeutende Akteurin in der nationalen und internationalen Bildungslandschaft sowie eine wichtige Kulturveranstalterin in Basel.

Die Musik-Akademie kommuniziert ihre Aktivitäten transparent gegenüber Medien und Öffentlichkeit.  Wenn immer möglich kommen in der Expertenorganisation Fachpersonen zu Wort. Die Verantwortliche Kommunikation ist erste Anlaufstelle für Medienanfragen:

Sibille Stocker
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Communiqué 16. April 2018

Musik-Akademie Basel: Von der Sogwirkung der Orchesterschule

Das Nachwuchsorchester «Junge Sinfoniker Basel» mit rund 70 Schülerinnen und Schülern der Musikschule Basel und der Musikschulen Baselland, tritt am 21. April im Gemeindehaus Ökolampad mit Werken von Witold Lutoslawski und Johannes Brahms auf. Die weithin bekannte Orchesterschule der Musik-Akademie Basel leistet seit Jahrzehnten wichtige Aufbauarbeit und begeistert immer mehr Kinder und Jugendliche für die grossartige und unglaubliche Vielfalt der Orchestermusik und für das gemeinsame Musizieren.

Bis ein Sinfonieorchester, das ausschliesslich aus Jugendlichen besteht, Witold Lutoslawskis Mala Suita oder Johannes Brahms zweite Sinfonie konzertreif spielen kann, ist ausserordentlich viel Vorarbeit zu leisten. Neben einer guten individuellen Vorbereitung ist vor allem die Orchesterbildung, das Zusammenbringen der vielen Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Instrumenten sowie das Formen der Gruppe zu einem gemeinsamen Klangkörper nicht nur ein sozial-kommunikatives Abenteuer und Erlebnis, sondern auch ein musikalischer und organisatorischer Kraftakt. An der Orchesterschule der Musik-Akademie Basel ist das dank engagierter Musikpädagogen/-innen mit Unmengen an Herzblut für die Musik und für die Förderung des Nachwuchses möglich. Es zeigt sich dabei auch, dass es in der Region sehr viele talentierte Jugendliche hat und dass diese sich mit guter Vorbereitung und Betreuung sehr zur Freude aller Beteiligten und des begeisterten Publikums in den Orchesterprojekten zu musikalisch-künstlerischen Höhenflügen bringen lassen.

Aufbauarbeit trägt Früchte
Die Geschichte der Orchesterschule ist ähnlich alt wie jene der Musik-Akademie. Der heutige Erfolg jedoch ist jüngeren Datums, denn noch um die Jahrhundertwende war das Jugendsinfonieorchester Basel mangels Schüler/innen nicht auftrittsfähig. Ulrich Dietsche, seit 2002 Leiter der „Jungen Sinfoniker“ und bald auch des „first symphony“, legte damals kurzerhand das bestehende Jugendkammerorchester und den verbleibenden Rest des Sinfonieorchesters zusammen und führte gemeinsam mit seinem Team der Musikschule Basel Probespiele ein. „Diese Massnahme hatte umgehend eine markante Steigerung des Interesses am Orchester zur Folge und siehe da, seither ging es stetig aufwärts“, erinnert sich Dietsche. Für zahllose jüngere Interessierte konnte bald auch das Jugendorchester „first symphony“ aus der Taufe gehoben werden. Dieses ebenfalls 70-köpfige Mittelstufenorchester schuf die Verbindung zu den bereits seit langem bestehenden Kinder-Streicherensembles der Grundstufe.

Regelmässige Proben, engagiertes Üben, Steigerung im Konzert, unvergessliche Konzertreisen
Geprobt wird wöchentlich. Die Orchesterliteratur wird auch im Einzelunterricht geübt. Je ein Orchesterteam betreut vor den Tutti-Proben die zusätzlichen Registerproben für Violinen, Bratschen, Celli, Kontrabässe, Holz- und Blechbläser. Auch im persönlichen Üben der Jugendlichen und jungen Erwachsenen will die jeweilige Stimme vorbereitet werden. Von der musikalischen Qualität her orientieren sich dabei die Orchestermusiker/-innen an den Schülerinnen und Schülern der Talentförderklassen und des PreCollege, für welche die Orchesterteilnahme obligatorisch ist.

Das besondere Erlebnis gemeinsam gespielter Orchestermusik, das sich Einfügen, das gleichzeitige Verantwortung übernehmen im musikalischen Geschehen, all das ermöglicht einzigartige Erfahrungen und prägt die jugendlichen Orchesterschüler/innen zutiefst. Milena Selva zum Beispiel, langjährige Bratschistin schildert ihre Erfahrung mit dem Orchesterspiel sehr umfassend: „Zusammen ein Stück erarbeiten, mit tollen Leuten eine Melodie oder einen Bestandteil des Gesamtklangs im Moment und jedes Mal neu fühlen und gestalten zu können, Verantwortung übernehmen, lernen miteinander über die Musik zu kommunizieren, einander zuzuhören, präsent zu sein, im richtigen Moment als Stimme zu führen, oder in den Hintergrund zu treten, tolle Werke spielen zu dürfen, die Freude an der Musik teilen zu dürfen; all dies macht das Spielen im Orchester sehr erfüllend und motivierend. Gerade nach einem langen und intensiven Arbeitstag gibt mir dies auf andere Art sehr viel Kraft.“

Auch für Ulrich Dietsche ist klar: Wenn es in den Proben gelingt, alle Mitspielenden, also das ganze Orchester mit allen Sinnen in die Musik eintauchen zu lassen, dann ist ein wichtiges Ziel erreicht. Zu erleben, wie sich ein Orchester im Konzert nochmals zu steigern vermag, ist für alle Beteiligten ein schier unglaublicher Moment der Erfüllung. Übertroffen werden solche Erlebnisse höchstens noch von den regelmässigen Konzertreisen, die in verschiedene europäische Länder und einmal gar nach Brasilien geführt haben. Für Andreas Eng, Trompeter sind diese Reisen klar ein Highlight im Orchesterspiel „neben der tollen Kameradschaft, die bei uns langjährigen Orchestermusikern auch vom Umtrunk nach den Proben bis zu gemeinsamen Skiferien gehen kann“, schmunzelt der junge Mann.

Vielfältige Angebote im Bereich des Zusammenspiels
Neben den zwei sinfonischen Orchestern, den grossen Ensembles „Crescendo“ und „Molto crescendo“ und den zwei Streicherensembles der Grundstufe bietet die Musikschule Basel einige weitere Möglichkeiten für das Zusammenspiel an. Dazu gehören Orchester und Ensembles für Blasinstrumente, Schlagzeug oder für zeitgenössische Musik. Musiklehrpersonen empfehlen denn auch das gemeinsame Spielen möglichst von Beginn an. So klingende Orchesternamen wie „Giigekobold“, „Mini- und Überschalldüsen“, „Blasorchester Windspiel“ oder „Flautastico“ ziehen ihrerseits ebenfalls musikbegeisterte Kinder und Jugendliche in grosser Zahl an.

Das Konzert mit den „Jungen Sinfonikern“ wird zwei Mal aufgeführt:
Samstag, 21. Aril 2018 um 19.30 Uhr im Kirchensaal Oekolampad Basel
Sonntag, 22. April 2018 um 17.00 Uhr in der Stadtkirche D-Schopfheim

Kontakt
Sibille Stocker
Musik-Akademie Basel / Musikhochschulen FHNW
Verantwortliche Kommunikation
Leonhardsstrasse 6
4009 Basel

T +41 61 264 57 02
sibille.notexisting@nodomain.comstocker@fhnw.notexisting@nodomain.comch

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Communiqué 16. April 2018
Ulrich Dietsche dirigiert «first symphony» am Jour de fête anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Musik-Akademie Basel im September 2017. (Bild Lucía des Mosteyrin)

Communiqué, 14. September 2017

150 Jahre: Jour de fête an der Musik-Akademie Basel
Eine bedeutende Institution feiert

Mit weit über 100 Konzerten begeht die Musik-Akademie Basel am 23. September ihren Jour de fête. Auf die Gäste wartet viel Musik unterschiedlichster Stile, Epochen und Gattungen. Musiker/innen jeden Alters spielen auf diversen Bühnen im und um den Campus an der Leonhardsstrasse herum. Neben der Vielfalt für die Ohren und Augen kommen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Zubereitet werden kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.

Zum Höhepunkt ihres Jubiläumsjahres lädt die Musik-Akademie Basel am 23. September 2017 die ganze Stadt auf ihren Campus an der Leonhardsstrasse ein. Ab 11.00 Uhr bis spät in die Nacht werden unterschiedlichste Formationen auftreten und Musik vom Mittelalter bis in die Gegenwart, von Barock und Klassik bis zu Jazz und internationaler Volksmusik spielen. Zu hören sein werden Lehrende und Lernende aus den Musikschulen und den Musikhochschulen FHNW, Profis und Laien, Jung und Alt. Die Köche und Köchinnen der Markthalle und die hauseigene Caffetteria Bellini sorgen für das leibliche Wohl.

Von Alter Musik über Musik fremder Kulturen und Film-Soundtracks bis hin zum Konzert des Jugendsinfonieorchesters

Zu hören sein werden etwa die Alta capella-Klasse der Schola Canotrum Basiliensis FHNW mit "Party Music" des späten Mittelalters. Mit 16 Händen an bis zu vier Flügeln werden die Korrepetitoren/-innen der Hochschule für Musik FHNW "Tastenzauber" zum Besten geben. Eine Akkordeonklasse der Musikschule wird in den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" entführen. Türkisch-klassische Musik auf der Schilfrohrflöte wird genau so erklingen wie Konzerte der grossen Jugendsinfonieorchester der Musikschule Basel mit Werken etwa von F. Schubert, P. Tschaikowski oder F. Mendelssohn. Harfenrausch, Sound Cloud, As long as I have Music, Cuban Landscapes, Basler Gesänge damals und heute, Musique pour la chamber du roi, los brujos de San Juan, surprise privée und ähnlich vielversprechend lauten die klangvollen bunt gemischten Programmtitel des grossen Jour de fête.

Das Musikprogramm ist ein Querschnitt durch die pädagogische und künstlerische Arbeit aller Institute, der Musikschulen wie der Musikhochschulen FHNW. Die Beiträge stehen für den Wandel der letzten 150 Jahre. Anna Brugnoni, die Leiterin der Musikschule ist begeistert: "Wir machen es an diesem Tag möglich, dass unter anderem Werke für Sinfonieorchester, Jazzbands, Barock- und Mittelalter-Formationen, für Chor sowie für kleine und grosse Kammermusik-Ensembles erklingen wird; und dies sowohl für verstärkte als auch für unverstärkte Musik aus mindestens acht Jahrhunderten."

Eine Saalrenovation - Dank dem Basler Mäzenatentum

Der Schluss-Spurt für die Renovation des Grossen Saals läuft. Handwerker und Akustiker arbeiten innen und im parkähnlichen Hof am letzten Schliff. Nur dank der grosszügigen Unterstützung von Sabine Duschmalé-Oeri konnte der Grosse Saal in den vergangenen rund 14 Monaten komplett saniert und auch in Fragen der Akustik, Technik und Bühne an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Nach der Vera Oeri-Bibliothek und dem Jazzcampus ist der renovierte Grosse Saal eine weitere Geste grosser Verbundenheit der Familie Oeri mit der Musik-Akademie Basel, mit deren Geschichte, derenerfolgreichem Wirken und letztlich mit der erreichten Qualität. Stephan Schmidt, Direktor Musik-Akademie Basel/Musikhochschulen FHNW ist hoch erfreut: "Rechtzeitig zum Jour de fête und zum Semesterstart kann unser grossartiger Saal von 1903 wieder bespielt werden. Somit wird er auch in Zukunft als inspirierender Aufführungsort einen wichtigen Beitrag zur künstlerischen Entfaltung neuer Generationen junger Musiker/innen bieten, die dort Bachelor- und Masterprüfungen ablegen, Wettbewerbe bestreiten oder unter optimalen Bedingungen proben und konzertieren können."

Ein Blick zurück und nach vorne

Die Ausstellung «Avantgarde macht Schule» in der Vera-Oeri-Bibliothek gibt mit aussergewöhnlichen Schwerpunkten einen Rückblick auf 150 Jahre Geschichte; ebenso die unlängst publizierte Festschrift Tonkunst macht Schule. Für den Blick nach vorne erhielten Komponistinnen und Komponisten aus dem Umfeld der Musik-Akademie Basel Kompositionsaufträge. Startschuss war die Uraufführung des Orchesterwerks „Musica Profana“ von Rudolf Kelterborn am 25. Februar dieses Jahres. Am offiziellen Festakt in der Martinskirche wird das neue Werk des Argentinischen Komponisten Guillermo Klein, Dozent am Jazzcampus uraufgeführt. Mit dem Titel "Lebenswege, música para niños y paseos" bezieht es Studierende, Jugendliche, Kinder, Lehrende und Lernende, Laien und Profis von Alter Musik, über Klassik bis zu Jazz ein. Die Komposition für den Festakt ist somit gleichermassen musikalisches Sinnbild wie Programm für die Aktualität der Musik-Akademie Basel und ihren Aufbruch in die Zukunft.

Bildlegende
Der Grosse Saal der Musik-Akademie Basel steht kurz vor Abschluss umfassender Renovationstätigkeiten: Handwerker und Akustiker bringen den letzten Schliff an. Wiedereröffnung ist am Jour de fête vom 23. September.

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Communiqué, 14. September 2017
Der Grosse Saal kurz vor Abschluss der Renovationsarbeiten

Weitere Bilder zum Jazzcampus finden Sie hier.

Mediencommuniqués

Tag der offenen Tür am 27. Januar

Klirr tätsch bumm tüü - Konzerte im Mai

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Der Sardellenkönig träumt
12.,13.,20. 9.2015

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20. – 23.3.2015

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Open House | Klang Basel 19. – 21.9.2014