Gender Balance Action Screen – Mélanie Bonis

05.05.2026

Nach dem Festival Feminale Basel 2025, das Komponistinnen von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Improvisation ins Zentrum setzte, hat sich eine Arbeitsgruppe für Geschlechtergleichstellung gebildet: DieGender Balance Action Group mit Andrea Neumann, Svetlana Maraš, Karin Wetzel und Christoph Haffter. Mit Portraits und Werkhinweisen wird regelmässig der Gender Balance Action Screen in der Campus-Cafeteria bespielt und macht auf weibliches Musikschaffen aufmerksam. Die Gruppe strebt dessen stärkere Verankerung im Repertoire in der Lehre an. Der Bildschirm wird gemeinsam mit den Studierenden kuratiert. 

Das nächste Porträt widmet sich der Komponistin Mélanie Bonis.

5.5.2026, 14 Uhr
Musik-Akademie Basel, Cafeteria

Mélanie Bonis (1858–1937)
Von der Komponistin Mélanie Bonis, die in Paris tätig war, sind ungefähr 300 Werke bekannt: Von Klavier- und Orgelwerken über Kammermusik bis zu Orchester- und Chorarbeiten. Sie studierte bei César Franck und veröffentlichte unter dem Pseudonym Mel, um als Mann durchzugehen. So gewann Sie mehrere Preise und genoss große Wertschätzung unter Komponisten ihrer Zeit. Allerdings wurde ihr vielfältiges Werk erst seit den 1980er Jahren wieder entdeckt und neu herausgegeben. In ihren posthum veröffentlichten Memoiren Souvenir et Réflexions (1974) verbindet sie musiktheoretische Überlegungen mit Fragen der Lebenskunst und Religion. Die viersätzige Sonate für Violine und Klavier op. 112 wurde 1914 komponiert und 1923 veröffentlicht.