Gender Balance Action Screen - Oktober 2026
05.10.2026
Unsere Dauerausstellung in der Cafeteria MAB mit wöchentlich wechselnden Portraits von Komponistinnen und Musikerinnen widmet sich im Oktober folgenden Künstlerinnen:
5.10.2026: Sophie Agnel
12.10.2026: Valentina Vuksic
19.10.2026: Eliane Radigue
26.10.2026: Emilie Mayer
Die Arbeitsgruppe für Geschlechtergleichstellung („Gender Balance Action Group“) hat sich im Nachgang zum Festival Feminale Basel 2025 gegründet und strebt eine stärkere Verankerung von weiblichem Musikschaffen im Repertoire der Lehre an.
Sophie Agnel (*1964 in Paris) ist eine französische Pianistin des Creative Jazz und der Improvisationsmusik, die insbesondere für die von ihr erweiterten Klangmöglichkeiten auf dem präparierten Klavier bekannt ist.
Valentina Vuksic ist eine in Zürich lebende Computerkünstlerin und experimentelle Musikerin, die für ihre Arbeiten in den Bereichen Klangkunst, elektronische Musik und Computermusik bekannt ist. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit der Audifizierung von Computerprozessen, elektromagnetischen Feldern und Hardware und untersucht dabei häufig die Verflechtungen zwischen Klang und Cyberwelt sowie Überwachungspraktiken.
Die Französin Éliane Radigue (1932-2026) studierte Musique Concrète techniques am «Studio d’Essai» der RTF unter der Leitung von Pierre Schaeffer and Pierre Henry. In vielen ihrer Kompositionen setzt sie den ARP-2500-Synthesizer und Tonband ein. Seit 2002 komponiert sie vorwiegend akustische Werke für Interpreten und Instrumente.
Emilie Mayer (1812-1883) wuchs in Friedland (Mecklenburg) auf. Ihre Mutter starb früh. Als Kind spielte sie Klavier, improvisierte und komponierte. Ihr Vater und ihr Klavierlehrer erkannten und förderten ihr Talent. Nach dem Tod ihres Vaters 1840 ging Mayer nach Stettin, um privat Komposition bei Carl Loewe zu studieren. 1850 zog sie nach Berlin und setzte ihre Ausbildung bei Adolph Bernhard Marx und Wilhelm Wieprecht fort. Sie etablierte sich in dieser Zeit erfolgreich als Komponistin und organisierte und finanzierte eigene Konzerte. Nach ihrem Tod geriet sie rasch in Vergessenheit. Heute wird ihr Werk zunehmend wiederentdeckt. Ihr Nachlass befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin.
Von kaum einer anderen Komponistin dieser Zeit sind so viele große Orchesterwerke überliefert. Mayer schrieb innerhalb von 12 Jahren acht Sinfonien, von denen 6 erhalten sind. Ihre 4. Sinfonie in h-moll ist lediglich als Klavierauszug überliefert und wurde für heutige Aufführungen neu instrumentiert.