Gender Balance Action Screen – Francesca Caccini
10.03.2026
Nach dem Festival Feminale Basel 2025, das Komponistinnen von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Improvisation ins Zentrum setzte, hat sich eine Arbeitsgruppe für Geschlechtergleichstellung gebildet: Die Gender Balance Action Group mit Andrea Neumann, Svetlana Maras, Karin Wetzel und Christoph Haffter. Mit Portraits und Werkhinweisen wird regelmässig der Gender Balance Action Screen in der Campus-Cafeteria bespielt und macht auf weibliches Musikschaffen aufmerksam. Die Gruppe strebt dessen stärkere Verankerung im Repertoire in der Lehre an. Der Bildschirm wird gemeinsam mit den Studierenden kuratiert.
Das nächste Porträt widmet sich der Komponistin Francesca Caccini
10.3. 2026, 12 Uhr
Cafeteria, Musik-Akademie
Francesca Caccini (1587-1641) war die berühmteste Musikerin im Italien des frühen 17. Jahrhunderts. Die adligen Familien rissen sich darum, sie als Komponistin und Sängerin zu verpflichten und in den 1620er Jahren verdiente sie als Hofkomponistin der Medici in Florenz mehr als alle anderen Musiker. Ihr verschollenes Werk La Stiava von 1607 gilt als die erste Oper, die von einer Frau komponiert wurde. Von ihren wohl 14 weiteren Opern ist nur La Liberazione di Ruggiero überliefert, in der eine androgyne Zauberin mit einer bösartigen Gegenspielerin um den Ritter der Rolandssage streitet. Caccinis Oper wurde wie ihre Sammlung von ein- und zweistimmigen Monodien Primo Libro publiziert und stiess weit über Florenz hinaus auf Begeisterung.