Focusyear Band 23, coached by Immanuel Wilkins

Adele Sauros (FIN/ts), Roni Eytan (ISR/harm), Killian Perret-Gentil (CH/g), Wilfrid Wilde (F/g), Jakob Ebers (USA/b), Rajiv Jayaweera (LKA/dr)

Donnerstag, 20.10. | 19:30

Immanuel Wilkins

Der Altsaxophonist Immanuel Wilkins (*1998) sei zwar noch sehr jung, habe aber den Ideenreichtum eines Veteranen, schrieb die Süddeutsche Zeitung. Die Musik des Saxophonisten und Komponisten ist voller Einfühlungsvermögen und Überzeugung und verbindet Melodiebögen und Klagelieder mit ausladenden Gesten von Raum und Atem. Diesen fesselnden Sound lernte das Publikum mit dem gefeierten Debütalbum Omega kennen, das von der New York Times zum Jazzalbum Nr. 1 des Jahres 2020 gekürt wurde. Das Album stellte auch sein bemerkenswertes Quartett vor, eine eng verbundene Einheit, die Wilkins auch auf seinem beeindruckenden zweiten Album "The 7th Hand wieder einsetzte".

Auf die Frage, weshalb er Alto und nicht Tenor spielte, meinte Immanuel Wilkins kürzlich im Gespräch mit Ruedi Amstutz (JAZZ'N'MORE): "Das Alto liebe ich, weil es einer weiblichen Stimme gleicht, die ich der männlichen stets vorgezogen habe," und fügte lachend hinzu: "Wenn ich während des Komponierens singe, um die Melodie besser erfassen zu können, tue ich dies immer in Falsett. Hoffentlich hört mir dabei niemand zu." Er erwähnte auch, er möge das Gesamtkunstwerk: "Terence Blanchard und Wayne Shorter haben uns dafür die Türen geöffnet. Auch Anthony Braxtons Werke mit Opernsängerinnen sind unglaublich toll. Bis zu diesem Punkt muss ich allerdings noch eine Menge üben."

Zur letzten Frage, wie das in der Jazz Community sei, ob er Braxton einfach anrufen und um Rat fragen könnte, antwortete Wilkins: "Natürlich. Ich behaupte, die wichtigsten Lektionen, die ich gelernt habe, sind dadurch entstanden, dass ich spontan Leute angerufen habe. Was ich so von den grossen Meistern lernen konnte, ist unersetzlich. Gerade wenn man jung ist, sollte man sich von den Älteren so viel Rat einholen wie nur möglich. In den letzten Tagen durften wir mit Roscoe Mitchell proben. Er hat ein Werk für Jazz- und Barockquartett geschrieben. Den ersten Teil bestreiten wir, den zweiten Teil das Barock-Quartett – am Ende kommen wir zusammen.

Was man da lernen kann, ist einfach nur grossartig."

Hochschule für Musik, Jazz

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